Indienreise der Kath. Pfarreien St. Martin Hannover und St. Bernward Lehrte

4. bis 18.11.2019

Nach einer mehrstündigen Zugfahrt von Hannover nach Düsseldorf und einiger Aufregung am Düsseldorfer Airportbahnhof, ein Mitreisender hatte seine Papiere im Zug liegen lassen, startete der Flieger am 4.11., pünktlich um 14.30 Uhr. Von Düsseldorf ging es mit einem Zwischenstop in Dubai nach New Delhi. Nach „drei“ Stunden Stehen in der Warteschlange vor dem Visaschalter hatten wir endlich die Einreiseformalitäten erledigt und unsere Rundreise konnte beginnen.

In Delhi besuchten wir die Altstadt, das Rote Fort und Raj Ghat – die Gedenkstätte für Mahatma Gandhi, darüber hinaus das größte Sikh Heiligtum Gurudwara Bangla Sahib, wo zum Frühstück, Mittag- und Abendessen je 10.000 Menschen verköstigt werden. Jama Maijid, die größte Moschee Indiens mit Platz für 25.000 Gläubige, das mit 72 Meters höchste Ziegelstein-Minarett der Welt – Qutb Minar, den Lotus-Tempel, den Hindutempel Akshadham, das India Gate, Rashtrapati Bhavan die Residenz des indischen Präsidenten und Sansad Bhavan das Parlamentsgebäude waren weitere Ziele.

Nach drei Tagen machten wir uns dann auf eine 220 km lange Busreise nach Agra. Wir besuchten das Fort von Agra, dem Sitz und Hochburg des Mogulreiches. Jeder hat schon einmal vom Taj Mahal gehört. Wir waren tatsächlich dort, beim teuersten Liebesbeweis aller Zeiten. Abends besuchten wir noch eine Kalakriti-Show, eine Operette um die schönste Liebesgeschchte der Welt.

Tag fünf bis sieben verbrachten wir in dem als „Pink City“ bekannten Jaipur, nochmals 250 km waren dafür von Agra aus dafür zu fahren. Auf dieser Bustour sahen wir die verlassene Hauptstadt Fatehpur Sikri. Wir besuchten Fort Amber, den Stadtpalast, wo heute noch der Maharadscha residiert, den Palast der Winde und das Jantar Mantar Observatorium.

Sonntags ging es dann mit einem fünfstündigen Flug vom Norden in den Südwesten Indiens nach Cochin im Bundesstaat Kerala. Auch dort gab es viel zu sehen. Den Dutch Palace, das jüdische Viertel Marancherry mit der alten Synagoge und das Fort. Mit der St. Francis Kirche besuchten wir die erste europäische Kirche in Indien. Hier war Vasco da Gama bestattet bevor er nach Portugal überführt wurde.

Dann ging es von Cochin nach Thekkady eine Strecke von rund 185 km. Auf der Reise besuchten wir Kuravilangad ein Marienwallfahrtsort, wo uns auch mit einige Mitglieder aus Pater Cherians Familie trafen, die uns mit leckerem, selbstgemachten Spezialitäten kulinarisch überraschten.

Von dort ging es weiter zur Wallfahrtsstätte Mananam und zur Kirche der Hl. Alphonsa, der erste indischen Heiligen. Die Landschaft rund um Thekkady ist beeindruckend. Große Tee- und Kaffeeplantagen, dichte Tropenwälder, viele verschiedene Pflanzen und Tiere sowie Gewürzgärten mit Pfeffer, Kardamon, Zimt, Nelken usw. Ein Elefantenritt war an diesem Tag die Attraktion und die Ayurveda-Massage anschließend, ein hervorragendes Mittel zur Entspannung.

Die Fahrt mit Geländewagen nach Garni im Periyar Naturschutzgebiet war ebenfalls ein tolles Erlebnis. Neben Affen, Streifenhörnchen und verschiedenen anderen Tieren, konnten wir auch aus der Ferne wilde Elefanten und Büffel beobachten.

Eine Hausboottour über die Backwaters, einem weit verzweigten Wasserstraßennetz brachte uns schließlich zu unserem letzten Aufenthaltsort in Indien, nach Mararikulam. Palmen, ein kilometerlanger weißer Sandstrand und ein tiefblauer warmer Ozean haben uns die letzten Tage einen entspannenden Abschluss unserer Indienreise gebracht. In Mararikulam nahmen wir am Sonntagabend auch an einer Hl. Messe im syromalabarischen Ritus teil.

Mit dem Wecken mitten in der Nacht (3 Uhr) ging eine tolle Reise ging zu Ende, wir mussten die Rückreise antreten. Wir haben viel gesehen und erlebt und alle fühlten sich in diesem wunderschönen Land mit seinen freundlichen Menschen herzlich willkommen. Herzlichen Dank, lieber Pater Cherian für die viele Arbeit und die Vorbereitungen zu dieser Reise und dass du uns einen Teil deiner Heimat gezeigt hast. NAMASTE!