Kleine christliche Gemeinschaften: ein Wachstumspotential der Kirche

Was sind "Kleine christliche Gemeinschaften"?

Wenn Sie neugierig sind, wie sich die Kirche in Zukunft vermutlich als "Netzwerk" von Gemeinschaften weiter entwickeln wird, wenn Sie kennen lernen wollen, was sich hinter dem Titel "kleine christliche Gemeinschaften" verbirgt, dann sind Sie hier genau richtig. 

Kleine Christliche Gemeinschaften (KcG) sind Kirche im Kleinen. Zu einer KCG gehören zwischen drei und vierzehn Mitglieder, die Zahl variiert immer etwas. Wichtig ist, dass sich eine KcG regelmäßig trifft: Es ist nicht wesentlich, ob das alle zwei Wochen oder auch nur einmal pro Monat ist - die Verbindlichkeit zählt.

Die meisten Gemeinschaften treffen sich jeweils bei einem Mitglied zu Hause. Es gibt beispielsweise auch eine KcG, die sich einmal pro Monat abends in der Kindertagesstätte St. Martin trifft.

"Kleine christliche Gemeinschaften" sind "Kirche am Ort": Die ursprüngliche Art, Kirche zu sein: direkt in den Wohn- und Lebensräumen ihrer Mitglieder. KcG laden in der Nachbarschaft die Menschen zur Gemeinschaft im Wort ein. Eine KcG besteht meist aus Gruppen von 4 bis 10 Männern und Frauen unterschiedlicher Altersstufen, Berufe und Lebenssituationen.

Vier Merkmale zeichnen Kleine Christliche Gemeinschaften aus:

  1. Sie leben aus dem Wort Gottes.
  2. Sie sind offen für alle Menschen in der jeweiligen konkreten Nachbarschaft.
  3. Sie wirken mit einer konkreten Sendung in ihr Umfeld hinein.
  4. Sie sind mit der Kirche als Ganzes verbunden. 

 

Das Bibel-Teilen 

Das "Bibel-Teilen" ist die Basis der KcG: In sieben festgelegten Schritten wird ein ausgewählter Text - meist das Evangelium des folgenden Sonntags - gemeinsam gelesen und betrachtet. Wichtig dabei ist der Erfahrungsaustausch darüber, was das Wort den einzelnen sagt und was sie daran berührt hat. 

Aus der anschließenden Stille ergibt sich ein Gespräch darüber, wie dieses Wort konkret im Alltag gelebt werden kann: Wo zeigen sich Not und Hilfsbedürftigkeit, wo gibt es Handlungsbedarf? Kann die Nachbarin Unterstützung bei der Kinderbetreuung brauchen? Können wir dem Rentnerpaar von gegenüber vielleicht anbieten, sie zu den regelmäßigen Arztbesuchen zu fahren? Hat noch jemand Umzugskartons in der Garage, die wir der Auszubildenden zur Verfügung stellen können? Hat die Familie, deren Großvater letzte Woche gestorben ist, vielleicht Lust auf einen gemeinsamen Ausflug?.... 

Die Frage am Schluss jeden Treffens ist: "Wer tut was mit wem bis wann?" Die konkrete Handlung ist gefragt, um den lebendigen Geist der heiligen Schrift auch für andere Menschen spürbar zu machen.

Durch das "Bibel-Teilen" versuchen die Mitglieder einer KcG, in lebendiger Beziehung mit Jesus Christus zu bleiben, im persönlichen Glauben zu wachsen, ihr Leben an seinem Wort zu orientieren und das Vertrauen untereinander in der Gruppe zu stärken.

Versuchen Sie es doch einmal. Es tut gut!

Weitere Informationen erhalten Sie per e-mail unter
nicolehemme26@gmail.com.