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Erstes Kolumbarium im Bistum Hildesheim geplant

Kirchort Herz-Jesu, Foto: Stefan Branahl

Pfarrgemeinde St. Martin Hannover-Ost im Wandel
Mit dem Rückgang der Kirchenmitglieder und dem, nach einem Zwischenhoch prognostizierten, heftigen Einbruch der Kirchensteuern, steht das Bistum Hildesheim vor der schwierigen Frage, wie zukünftig der Unterhalt der Kirchen bezahlt werden kann. Der Zusammenschluss der Pfarrgemeinden St. Martin, Maria Frieden und Herz-Jesu war bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung, um mit reduzierten Kosten die Vielfalt der Kirchorte weiter zu führen. Dennoch können zukünftig nicht mehr alle Kirchen gehalten werden.

Abreißen, verkaufen oder anders nutzen?
Was geschieht mit den nicht mehr finanzierbaren Kirchen? Diese Frage stellt sich nicht nur im Bistum Hildesheim, sondern im ganzen christlichen Europa. Von Abriss über Verkauf und Umgestaltung als Hotel, Restaurant, Disco oder Supermarkt, sind zurzeit alle Varianten der wirtschaftlichen Nachnutzung zu finden.

Ein christlicher Ort der Erinnerung und Hoffnung
Mit der Errichtung eines Kolumbariums in Herz-Jesu, soll das neoromanische Kirchengebäude neu genutzt und im Sinne einer christlichen Tradition erhalten bleiben. Der Begriff 'Kolumbarium' kommt vom lateinischen Wort 'columbarium - Der Taubenschlag' und bezeichnet einen Begräbnisraum für Urnen. Im Kirchenraum von Herz-Jesu sollen ästhetisch passende Stelen und Nischenwände für die Bestattung von Urnen eingerichtet werden. In einer christlich geprägten Atmosphäre wird somit Raum für Trauer, Erinnerung, Gebet und Trauerbegleitung geschaffen. Ruhe für die Verstorbenen und Besinnung für die Lebenden stehen im Vordergrund. Im Kolumbarium werden Trauerfeiern und Urnenbestattungen stattfinden sowie Eucharistiefeiern, Totengedenken und Requien. Die Pfarrgemeinde St. Martin sieht Herz-Jesu als Zentrum für Trauerseelsorge.  

Kolumbarien - Spiegel der Gesellschaft
Mit der Mobilisierung der Arbeitswelt und dem Aussterben der Großfamilien, die sich über Generationen um die Grabpflege kümmern konnten, hat sich die Bestattungskultur stark verändert: In den bundesdeutschen Städten und Gemeinden liegt der Anteil der Feuerbestattungen und anonymen Urnengräbern bereits bei über 50%. Durch die Veränderung der Bestattungs- und Trauerkultur werden nun Kolumbarien zu würdevollen Orten der Erinnerung an die Verstorbenen.

Kolumbarium Herz-Jesu
Was früher nur 'gekrönten Häuptern' vorbehalten war, soll mit dem Kolumbarium Herz-Jesu für alle Menschen möglich werden: die Bestattung in einer Kirche!  Vorbilder in den Städten Aachen, Erfurt und Marl belegen das überaus große Interesse. Die Urnenplätze waren schon kurz nach der Eröffnung belegt, das Kolumbarium St. Josef in Aachen erweitert bereits nach gut einem Jahr die Urnenkapazität.

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www.kolumbarium-hannover.de
info(at)kolumbarium-hannover.de

Berichte zum geplanten Kolumbarium in der Presse
Pressestimmen

Beispiele aus anderen Städten
Kolumbarium Grabeskirche St. Josef in Aachen
Kolumbarium Allerheiligenkirche in Erfurt
Kolumbarium St. Konrad in Marl